SCHUFA verstehen: Score, Auskunft, falsche Einträge
Die SCHUFA speichert Daten zu über 67 Millionen Menschen in Deutschland. Wer eine Wohnung mietet, ein Konto eröffnet oder einen Vertrag abschließt, wird dort geprüft. Diese Seite erklärt, wie der Score entsteht und wie du dich gegen falsche Einträge wehrst.
Was ist die SCHUFA?
Die SCHUFA Holding AG ist Deutschlands größte Auskunftei. Banken, Vermieter, Telekom-Anbieter und Versandhändler liefern Daten zu Verträgen, Zahlungsverhalten und offenen Forderungen. Aus diesen Daten errechnet die SCHUFA einen Score (0–100 %), der die Wahrscheinlichkeit der Zahlung darstellt.
Kostenlose Selbstauskunft
Du hast Anspruch auf eine kostenlose Datenkopie nach Art. 15 DSGVO – einmal pro Jahr. Beantragen unter meineschufa.de → „Datenkopie nach Art. 15 DSGVO“ (nicht die kostenpflichtige „BonitätsAuskunft“ für Vermieter). Lieferung per Post in 2–4 Wochen.
Score-Berechnung
Wichtige Faktoren: Anzahl Konten und Kreditkarten, Laufzeit, pünktliche Rückzahlung, Mahnungen, gerichtliche Inkasso-Daten, Umzüge, Alter der Daten. Ein Score über 95 % gilt als sehr gut, unter 80 % als kritisch.
Falsche Einträge löschen
Schritt 1: Selbstauskunft anfordern. Schritt 2: Falsche Einträge per Brief an die SCHUFA melden, mit Beleg (z. B. Zahlungsnachweis). SCHUFA muss innerhalb 1 Monats prüfen und ggf. löschen. Bei Streit: Beschwerde bei der Verbraucherzentrale oder Aufsichtsbehörde (LfDI).
Verbessern: was hilft wirklich?
Alte Konten aktiv halten, Rechnungen pünktlich zahlen, möglichst wenige Konten und Karten gleichzeitig, regelmäßige Wohnsitze, keine häufigen Kontoeröffnungen. Wer umzieht, sollte den Score 6 Monate vor wichtigen Verträgen kontrollieren.
Einträge & Löschfristen
Erledigte Forderungen: 3 Jahre. Restschuldbefreiung: seit 2025 nur noch 6 Monate (BGH-Urteil). Anfragen anderer Unternehmen: 12 Monate. Konten: 3 Jahre nach Auflösung. Insolvenzdaten dürfen seit 2023 nicht länger gespeichert werden als im öffentlichen Register.
Häufige Fragen
- Kostet die Datenkopie wirklich nichts?
- Ja – nach DSGVO. Achte auf den richtigen Antrag, nicht auf die kostenpflichtige BonitätsAuskunft.
- Was tun bei einem falschen Eintrag?
- Sofort widersprechen, Belege beifügen, ggf. Verbraucherzentrale einschalten.
- Wie schnell verbessert sich mein Score?
- 3–6 Monate nach Beseitigung der negativen Einträge.
- Wer darf meine SCHUFA-Daten abfragen?
- Nur mit deinem Einverständnis – meist über Vertragsschluss.
- Was bei Identitätsdiebstahl?
- Strafanzeige + SCHUFA-Sperrvermerk anfordern.
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Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall.
